Wieso Weshalb Warum

Es ist schon eine Weile her, dass wir uns hier gelesen haben. Ein Weile her, dass ich meine Gedanken zu virtuellem Papier gebracht habe. Eine Weile her, dass es mir gut ging und ich wusste, warum ich das mache was ich mache. Ich habe Euch vermisst!

Nun, manchmal ist Leben ein Arschloch. Und manchmal gibt es Dinge die passieren und der Sinn erschließt sich uns einfach nicht. Egal wie sehr wir es drehen und wenden, wie sehr wir uns selber drehen und wenden, es gibt einfach keine sinnvolle Erklärung. 

Private Schicksalsschläge treffen einen immer unvorbereitet und mit voller Wucht. So als ginge man im einen Augenblick sicher über einen samtenen Teppich und im nächsten Moment findet man sich K.O. auf dem Boden der Tatsachen wieder, – ohne Teppich der einen aufgefangen hätte. 

That’s life baby!

Auch ich habe mich in der Jahresmitte auf meinem beschriebenen Teppich wiedergefunden. K.O. gegangen ohne zu wissen was wirklich los war. Hatte ich mich bis dato immer zu den Optimisten unter den Menschen gezählt, den Positiv-Denkern und den Mit-dem-Fähnchen-Voraus-Rennern, ganz getreu dem Motto „alles wird gut, wir schaffen das“, so erkannte ich mich selber nicht mehr wieder. Vor mir hatte sich solch ein unüberwindbar scheinender Berg aufgetan, dass ich dachte ich schaffe nie wieder irgendwas. Ich habe mir irgendwie selbst gefehlt, so wie ein Bild ohne Rahmen oder das Meer ohne Strand.  

Gemeinsam ist man weniger allein!

Wer mich kennt weiß, dass ich ein großer Fan von Kollaboration und Netzwerken bin. Nur wenn wir in einer modernen, digitalisierten Welt teilen, teilhaben lassen und uns öffnen werden wir unterm Strich alle profitieren können. Wer bereit ist ohne Erwartungshaltung etwas zu geben wird auch etwas zurück bekommen. 

Diesen Sommer habe ich etwas zurück bekommen. Ein „nimm dir die Zeit die du brauchst“, und ein „wir sind für dich da“.

Das Zurückbekommen ist ein tolles Gefühl. Es hat mir geholfen und es hat mit dazu beigetragen, dass ich mich ein Stück weit besser und wieder glücklicher fühlen kann. 

Es hat mir vor allem gezeigt, dass Menschen denen ich gegenüber loyal war und bin, denen ich bereit war zu helfen, mir das auch im Gegenzug zurück geben. 

Ohne es zu wissen haben diese Menschen mir auch dabei geholfen mein Warum wiederzufinden, was eines der schönsten Geschenke in diesem Jahr für mich ist. Ich empfinde Dankbarkeit dafür wie man mir begegnet ist und schätze mich glücklich solch ein tolles berufliches Umfeld zu haben. 

Zuhören um zu verstehen, nicht um zu antworten

Was kann das jetzt für eine Organisation bedeuten? Eine Organisation sind viele verschiedene Menschen. Menschen, aus Fleisch und Blut mit Sorgen, Nöten und Ängsten. Und mit Organisationen zusammen arbeiten ebenfalls Menschen. Wir sollten uns das mehr ins Bewusstsein rufen. Der Mensch steht im Mittelpunkt all unserer Tätigkeiten, Überlegungen und Denkansätze – nichts anderes. 

Wir sollten uns klar machen, dass wenn wir verstehen, was das Gegenüber bewegt unsere Taten niemals falsch sein können. 

Aber damit wir verstehen, müssen wir etwas meiner Meinung nach entscheidendes tun. Wir müssen zuhören um zu verstehen. Und nicht zuhören um um jeden Preis eine Antwort zu geben. Gebt euch und eurem Gegenüber die Chance verstanden zu werden. Erkennt das Bedürfnis hinter der Aussage und wenn ihr unsicher seid dann fragt nach. 

Eine Kultur der Empathie und Menschlichkeit ist der Gewinner 

Manchmal werde ich gefragt, warum ich nicht woanders arbeite, da könnte ich ja mehr Geld verdienen. Oder eine Leitungsposition haben. Oder Personalverantwortung. 

The grass isn’t greener on the other side!

Ich empfinde eine Bindung an die Organisation von der ich ein Teil bin, denn ich bekomme was zurück. Ich werde als Mensch gesehen und darf meine Fehler offen zeigen. Ich darf Schwäche zeigen. Um mich herum sind Menschen die mich schätzen. 

Ich bin dort, weil ich wachsen kann. Beruflich und persönlich. Weil ich mich entwickeln und ausprobieren kann. Weil ich eine Freiheit in der Ausgestaltung meiner Aufgaben genieße, die für mich persönlich tausendmal wichtiger ist, als Geld, Position und Personalverantwortung zusammen.

Nun, liebe Unternehmen fangt damit an, eure Arbeitskräfte, Angestellten, Mitarbeiter als das zu sehen und zu schätzen, was sie sind. Betrachtet sie als Menschen, als Individuen mit vielen unterschiedlichen Charakteren und Fähigkeiten und nicht als Objekte oder Ressourcen. 

Oder wollt ihr das etwa sein? 

Hört mal zu was euch die Menschen sagen und nehmt das Feedback an, lasst es auf euch wirken. Ihr habt die Menschen doch nicht zu euch geholt, damit sie ihre Ideen und Anregungen für sich behalten. Oder etwa doch? 

Take care and have a happy day

Ramona 🙂

None for everything

One of the last universal scholars, Alexander von Humboldt, died in the 19th century. Since then, the scope of our knowledge has grown to such an extent that nowadays it is hardly possible to have an overview of the entire knowledge of a single discipline. In a society as specialized as ours, nobody can do everything.

The outsourcing of production processes has therefore long since become part of everyday life, and hardly any company can afford its own printing works or cleaning personnel. The fleet is leased, as are the copiers and coffee machines.

Clear advantages of outsourcing are an increase in efficiency, a reduction in risk, better utilization of the capacities of both cooperation partners and the compensation of capacity bottlenecks. At the same time, you increase the available know-how on both sides through specialization. More complex services such as marketing and IT are now also being outsourced.

From digital revolution to disruption

Customers now expect to be able to order around the clock. Visibility and overview become a matter of course. Customers expect smooth digital processes away from the telephone order or the customer center. Customers then want to buy when it suits them and are not dependent on opening hours.

Companies must be flexible. Customer flows and developments are extremely variable and unpredictable, especially in the digital sector. Resources and spontaneity are necessary for a quick and appropriate response. New marketing measures should be tested directly, who allows himself too long time missed chances opposite customers and competition.

„People are very open-minded about new things as long as they’re exactly like the old ones“ – Charles Kettering

These expectations break hard with the reality of many medium-sized companies. Too much adherence to existing patterns of behaviour. They cannot provide their own specialists for each topic and less qualified employees are often overwhelmed when more in-depth knowledge is required. Therefore, focusing on strategic coordination tasks can make sense, especially for SMEs. The outsourcing of marketing thus makes it possible to compete on an equal footing with larger companies.

In a study, 64% of the medium-sized companies surveyed stated that they plan to develop new technologies in cooperation with start-ups. 96% of the medium-sized companies that carried out such a cooperation plan to continue working with start-ups in the future.

An external marketing service provider also takes a completely different view: long-time employees often fall at a distance to analyze the company separately from their core business. An external person is much more impartial in his or her point of view and can thus set new impulses and implement professional, disruptive marketing campaigns.

The outsourcing of further processes leads to an increasingly complex network of business relationships, which of course also has to be managed. This makes precise and reliable communication more important than ever before. In short-term partnerships, a lot of efficiency is lost due to the constant need for reconciliation.

A successful partnership is developing

Long-term partnerships enable the partners to assess each other better. Misunderstandings arise in every respect. If I can better assess and interpret my partner’s behaviour, I can address and prevent misunderstandings at an early stage. Also, on such a basis of trust, malicious or exploitative intentions are less often imputed to the other party. Trust instead of distrust!

Identification with the values of the partner and a common goal create even deeper trust. Such an identification community knows clearly what is desired and what is not. Collective action is internalized and is intuitive. Both partners feel responsible.

Partnership is when the partners create!

This is precisely why we at truemind rely on long-term partnerships. We are convinced that a structured network of long-standing partners offers the necessary flexibility and efficiency at the same time. The resulting trust allows a smooth cooperation. This enables us to support our clients not only with our own know-how, but also with that of our entire network.

Wolfgang Mohr, trueminde innovation GmbH

 

 

 

Keiner für Alles

Mit Alexander von Humboldt ist im 19. Jahrhundert einer der letzten Universalgelehrten gestorben. Seitdem ist der Umfang unseres Wissens derart gewachsen, das es heutzutage kaum mehr möglich ist auch nur das gesamte Wissen einer einzigen Disziplin zu überblicken. In einer so spezialisierten Gesellschaft wie der unseren kann keiner mehr alles machen.

Die Auslagerung von Produktionsprozessen ist daher schon längst Alltag, und kaum ein Unternehmen gönnt sich mehr eine eigene Druckerei oder eigenes Reinigungspersonal. Der Fuhrpark ist geleast, ebenso wie die Kopierer und die Kaffeemaschinen.

Klare Vorteile der Auslagerung sind ein Effizienzgewinn, eine Minderung des Risikos, eine bessere Auslastung der Kapazitäten beider Kooperationspartner und der Ausgleich von Kapazitätsengpässen. Gleichzeitig vergrößern Sie auf beiden Seiten das zur Verfügung stehende Know-how durch Spezialisierung. Auch komplexere Dienstleistungen wie z. B. im Marketing und in der IT werden mittlerweile fleißig ausgelagert.

Aus digitaler Revolution wird Disruption

Kunden erwarten mittlerweile rund um die Uhr bestellen zu können. Einsehbarkeit und Übersicht werden zur Selbstverständlichkeit. Kunden erwarten reibungslose digitale Prozesse abseits der telefonischen Bestellung oder dem Kundencenter. Kunden wollen dann kaufen, wann es Ihnen passt und nicht von Öffnungszeiten abhängig sein.

Unternehmen müssen sich flexibel sein. Kundenströme und Entwicklungen sind äußerst veränderlich und gerade im digitalen Bereich unvorhersehbar. Für eine schnelle und angemessene Reaktion sind Ressourcen und Spontanität notwendig. Neue Marketingmaßnahen sollten direkt getestet werden, wer sich zu lange Zeit lässt verpasst Chancen gegenüber Kunden und Wettbewerb.

“People are very open-minded about new things as long as they‘re exactly like the old ones” – Charles Kettering

Diese Erwartungen brechen hart mit der Realität vieler mittelständischer Unternehmen. Zu sehr wird an bestehenden Verhaltensmustern festgehalten. Sie können nicht für jedes Thema einen eigenen Spezialisten leisten und weniger qualifizierte Mitarbeiter sind oft überfordert, wenn tiefergehendes Wissen gefragt ist. Daher kann gerade für Mittelständler eine Fokussierung auf die strategischen Koordinierungsaufgaben sinnvoll sein. Die Auslagerung des Marketings erlaubt es so mit größeren Unternehmen auf Augenhöhe zu konkurrieren.

In einer Studie gaben daher 64% der befragten Mittelständler an, dass Sie planen sich in Kooperation mit Startups neue Technologien zu erschließen. 96% der Mittelständler, die eine solche Kooperation durchführten, planen auch zukünftig mit Startups zusammenzuarbeiten.

Ein externer Marketingdienstleister nimmt außerdem eine ganz andere Sicht ein: Es fällt langjährigen Mitarbeitern oft an der Distanz um das Unternehmen losgelöst von Kerngeschäft zu analysieren. Ein Externer ist in seiner Sichtweise viel unvoreingenommener und kann so neue Impulse setzen und professionelle, disruptive Marketingaktionen durchsetzen.

Die Auslagerung weiterer Prozesse führt zu einem immer komplexeren Netz aus Geschäftsbeziehungen, das natürlich auch gemanagt werden muss. Dies macht präzise und verlässliche Kommunikation wichtig wie nie zuvor. Bei kurzfristigen Partnerschaften geht viel Effizienz, durch die immer wieder erforderliche Neuabstimmung verloren.

Eine gelungene Partnerschaft entwickelt sich

Langfristig angelegte Partnerschaften ermöglichen es den Partnern sich besser einzuschätzen. In jeder Beziehung kommt es zu Missverständnissen. Kann ich das Verhalten meines Partners besser einschätzen und deuten, so kann ich Missverständnisse frühzeitig ansprechen und verhindern. Auch werden auf einer solchen Vertrauensbasis dem Gegenüber seltener bösartige oder ausbeuterische Absichten unterstellt. Vertrauen statt Misstrauen!

Eine Identifikation mit den Werten des Partners und ein gemeinsames Ziel schaffen noch tiefergehendes Vertrauen. Solch eine Identifikationsgemeinschaft weiß klar zu definieren, was erwünscht ist und was nicht. Gemeinschaftliches Handeln wird verinnerlicht und geschieht intuitiv. Beide Partner fühlen sich verantwortlich.

Partnerschaft ist, wenn die Partner schaffen!

Genau deshalb setzen wir von der truemind auf langjährige Partnerschaften. Wir sind überzeigt davon, dass ein strukturiertes Netzwerk aus langjährigen Partnern gleichzeitig die notwendige Flexibilität und Effizienz bietet. Das so entstehende Vertrauen erlaubt eine reibungslose Zusammenarbeit. So können wir unseren Klienten nicht nur mit dem eigenen Know-how, sondern auch mit dem unseres gesamten Netzwerks zur Seite stehen.

 

Wolfgang Mohr, truemind innovation GmbH

Why partnerships do us good, even in business ​

2018 – everything is faster, higher, further. Digitization has created an unimaginable complexity that allows us to tell the rest of the world everything about ourselves anytime, anywhere, and anywhere we are. And the great thing is that it’s incredibly simple. I quickly made an insta-story, uploaded a photo on Twitter and added the matching hashtags and everyone who wants and doesn’t want knows about my current activities. Brave new world…
But what sounds good to me at first glance is one thing, namely: Anonymous. And honestly, if there’s one thing I don’t want, it’s being anonymous.
Civilization has not been formed by anonymity, but by cooperation. While in earlier times cooperation was more about pure survival and securing one’s own existence, today it has not really changed that much. While I don’t need to worry today that I’ll starve if I can’t swap my dinner, for example, in a barter, I’m convinced that we finally need to start thinking outside the box in our companies. We need to get help with fields we can’t cover. And offer our support where we can.
Competition is good, but cooperation is better.
Albert Einstein once said: „Everyone is a genius! But if you judge a fish by whether it can climb a tree, it will believe all its life that it is stupid“.
Each of us has many different talents. Let us be aware of how much potential we can create if we complement and cooperate instead of being in eternal competition. When I use my resources, which I usually use to keep what I do as secret as possible, to find new ways of thinking with new people and to develop new ideas for business models, then I benefit in several ways. I can try out my own ideas and have them shaped into one. I can test what other people think about it. I can expand my network and thus broaden my very own personal horizon. For me it is about real, interpersonal contact, a contact directly from one person to another person.
Elbow mentality is out – for a business with more humanity!
In my opinion, the days of lone warriors are over. While those who once perfected the fulfillment of KPI´s were successful, today those who bring humanity back into business are successful. All those people who contribute every day to making the place „work“ a better place. These help customers to become partners, colleagues to become comrades-in-arms. Such partnerships are great. We draw strength and support from it in bad times. They multiply our joy in good times. We can share everything, good and bad, and we are not alone.
How to find a good partner…
I’m sure everyone has his own idea. I would like to share my vision with you:
Find a partner who ticks like you
Opposites attract. That may be true for a love story, but in business I prefer to think of it as the proverb: Equal and equal come together. For me, similar views of work ethic and attitude are important and a cornerstone for a functioning business partnership. Once I have found someone as crazy as I am, I can develop my full potential.
Find a partner who covers what you don’t like
It is important to be clear about what things you are good at and what things you are not good at. Because only if I know what makes me who I am can I invest this potential in the partnership. That means I can fully concentrate on my strengths and talents and do my job in the best possible way.
Consider what role you can play in the partnership and look for someone to fill in missing roles
It is important to be clear about who takes which role and who can and wants to decide what. If I have two of the well-known „alpha animals“ in one enclosure, sooner or later this will probably work rather badly than quite well.
Find someone to talk to about everything
Find the partner with whom you can talk openly about everything, just like in a private relationship. It is important to have a partner at your side who will show you the red card at the right moment and, if necessary, straighten your head again. But that’s not all. It is just as important that you have the confidence in your partner to present any crazy idea to him and to introduce him to your visions.
Have the guts!
Listen to your inner voice, your gut feeling. When it comes to choosing a partner for your business, your gut feeling plays an enormously important role. For me, building up and expanding a joint business is also something private, because I share nothing less than my innermost wishes and thoughts with another person. For me, there must not be the slightest doubt about the other.
Take care and have a happy day!
Ramona

Weshalb uns Partnerschaften gut tun, auch im Business ​

2018 – alles ist schneller, höher, weiter. Digitalisierung hat eine bisher nicht vorstellbare Komplexität erschaffen, die es uns ermöglicht, immer, überall, zu jeder Zeit und unabhängig von dem Ort an dem wir uns grade befinden, dem Rest der Welt alles über uns mitzuteilen. Und das Tolle daran ist, dass es unfassbar einfach ist. Mal schnell eine Insta-story gemacht, ein Foto bei Twitter hochgeladen und mit den passenden Hashtags versehen und schon weiß jeder der will und nicht will, Bescheid über mein aktuelles Tun. Brave new world…
Was sich im ersten Augenblick erstmal gut anhört ist für mich aber eines, nämlich: Anonym. Und ganz ehrlich, wenn ich eines nicht will, dann anonym sein.
Zivilisation hat sich nicht durch Anonymität gebildet, sondern durch Kooperation. Ging es wohl in früheren Zeiten bei Kooperationen eher um das reine Überleben und Sichern der eigenen Existenz, so ist es heute eigentlich gar nicht so viel anders geworden. Zwar brauche ich mir heute keine Sorge machen, dass ich verhungern muss, wenn ich nicht beispielsweise bei einem Tauschhandel mein Abendessen erstauschen kann, aber ich bin davon überzeugt, dass wir in unseren Unternehmen endlich anfangen müssen, über den Tellerrand zu schauen. Wir müssen uns Unterstützung holen bei Feldern, die wir nicht abdecken können. Und unsere Unterstützung anbieten, wo wir es können.
Konkurrenz ist gut, aber Kooperation ist besser.
Albert Einstein sagte einmal: „Jeder ist ein Genie! Aber wenn man einen Fisch danach beurteilt, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben lang glauben, dass er dumm ist“.
Jeder von uns hat viele verschiedene Talente. Machen wir uns doch mal bewusst wie viel Potential wir erschaffen können, wenn wir uns ergänzen und kooperieren, statt im ewigen Konkurrenzkampf zu stehen. Wenn ich meine Ressourcen, die ich sonst darauf verwende möglichst geheim zu halten was ich tue, nun nutze, um mit neuen Menschen neue Denkansätze zu finden und neue Ideen zu Geschäftsmodellen zu entwickeln, dann profitiere ich dadurch gleich mehrfach. Zu einem kann ich meine eigenen Ideen erproben und formen lassen. Ich kann austesten, was andere Menschen darüber denken. Ich kann mein Netzwerk erweitern und damit meinen ganz eigenen persönlichen Horizont erweitern. Dabei geht es für mich um echten, zwischenmenschlichen Kontakt, einen Kontakt direkt von einem Menschen zu einem anderen Menschen.
Ellenbogenmentalität ist out – für ein Business mit mehr Menschlichkeit!
Die Zeiten der Einzelkämpfer ist meines Erachtens nach vorbei. Waren früher diejenigen erfolgreich, die die Erfüllung von KPI´s perfektioniert haben, sind heute diejenigen erfolgreich, die Menschlichkeit in das Business zurückbringen. All diejenigen Menschen, die tagtäglich dazu beitragen, dass der Ort „Arbeit“ zu einem besseren Ort gemacht wird. Die dazu beitragen, dass aus Kunden Partnern werden, dass aus Kollegen Mitstreiter werden. Solche Partnerschaften sind etwas Tolles. Wir ziehen daraus Kraft und Unterstützung in schlechten Zeiten. Sie vervielfachen unsere Freude in guten Zeiten. Wir können alles teilen, Gutes und Schlechtes, und wir sind nicht allein.
How to find a good partner…
Da hat sicher jeder seine ganz eigene Vorstellung. Ich möchte gerne meine Vorstellung mit euch teilen:
Suche einen Partner, der ähnlich tickt wie du
Gegensätze ziehen sich an. Das mag vielleicht für eine Liebesgeschichte stimmen, aber im Business halte ich es lieber nach dem Sprichwort: Gleich und Gleich gesellt sich gern. Für mich sind ähnliche Ansichten von Arbeitsauffassung und Einstellung wichtig und ein Grundstein für eine funktionierende Business-Partnerschaft. Habe ich jemanden gefunden, der gleich verrückt ist wie ich, kann ich mein volles Potential entfalten.
Suche einen Partner, der das abdeckt, was dir nicht so liegt
Es ist wichtig sich im Klaren darüber zu sein, welche Dinge man gut kann und welche Dinge man nicht gut kann. Denn nur wenn ich selber weiß, was mich ausmacht, kann ich dieses Potential auch in die Partnerschaft investieren. D.h. ich kann mich ganz auf meine Stärken und Talente konzentrieren und meinen Job bestmöglich machen.
Überlege welche Rolle du in der Partnerschaft einnehmen kannst und suche jemanden, der fehlende Rollen ausfüllt
Wichtig ist, sich darüber im Klaren zu sein, wer welche Rolle einnimmt und wer was entscheiden kann und will. Habe ich zwei der allseits bekannten „Alphatiere“ in einem Gehege, wird das wohl über kurz oder lang eher schlecht als recht funktionieren.
Suche dir jemanden, mit dem du über alles sprechen kannst
Finde den Partner mit dem du, wie in einer privaten Beziehung auch, über alles offen sprechen kannst. Es ist wichtig einen Partner an seiner Seite zu haben, der einem im nötigen Moment auch mal die rote Karte zeigt und zur Not auch den Kopf mal wieder gerade rückt. Aber nicht nur das. Ebenso wichtig ist es, dass du das Vertrauen in deinen Partner hast, ihm auch jede noch so verrückte Idee zu präsentieren und ihm deine Visionen dazu vorstellst.
Trau dich!
Höre auf deine innere Stimme, auf dein Bauchgefühl. Wenn es um die Auswahl eines Partners für dein Business geht, dann spielt dein Bauchgefühl ein enorm wichtige Rolle. Der Aufbau und Ausbau eines gemeinsamen Businesses ist für mich auch etwas privates, denn immerhin teile ich nicht weniger als meine innersten Wünsche und Gedanken mit einer anderen Person. Da darf es für mich auch nicht nur das geringste Pünktchen Zweifel am anderen geben.
Take care and have a happy day 🙂
Ramona

100 % safe is 100 % too late

For a long time, the calculated risk was an integral part of any serious business management. Interestingly, there are two fundamentally different points of view: Some focus on the damage that can result from a risky undertaking – others focus on the probability of occurrence.

I think today both are almost an anachronism. It is again en vogue to take risks, yes, one can stand out in the market almost alone by taking risks at all. While I consider the calculation of the possible damage of a risky initiative as an entrepreneurial duty, I have little regard for calculations of the probability of occurrence – and the decision based on it.

„Self fulfilling prophecy.

Because the more you concentrate on how much of a new entrepreneurial initiative can go wrong, the more you do to reduce exactly this ratio. On the one hand, this reduces the risk of falling, but almost always too little serious consideration is given to the fact that the probability of success also decreases.

I have seen a number of initiatives and undertakings in recent years which follow exactly this pattern. You’ve put yourself in an unfavorable position without exception. And, it should be mentioned, an unfavourable position can also be a strategic one, although the current business is still running well.

This concentration on what can be lost is an administrative characteristic not an entrepreneurial one. It leads to the short-term safeguarding of the existing – which in itself is nothing bad at all. In the long term, however, this way of thinking will not create anything new, no adaptation, no new offers, and it will lead to a loss in the market.

Focusing on what can be won

If we look at entrepreneurs in the early 20th century and in the post-war years, it seems to us that they have taken enormous risks. I say that’s not correct, because they didn’t have much to lose. Many of these entrepreneurs and the companies were so successful because they radically focused on what they could win.

Concentrating on what to win when there is a lot to lose is indeed quite a challenge. It means doing one thing and not letting the other.

Late Harvest Concept

We can see from the example of the automotive industry just how difficult such a thing can be. On the one hand, the German automotive industry in particular has a market position that is formidable and highly profitable – it has a lot to lose – on the other hand, the automotive market is slowly but surely breaking down. So there’s a lot to win.

The question is what to do in such a situation. In my opinion, it makes sense to invest a significant portion of the profits in high-risk investments instead of distributing them to shareholders. To take advantage of these new opportunities.

Most traditional car manufacturers have more or less prescribed a concept of „late harvest“: they want to wait until the market shows them the way and then cover a demand with full (financial) strength.

Missing learning path

Paradoxically, the risk calculation for such an approach shows quite good values. However, I believe that the strategy of late harvesting is highly risky because such a risk assessment externalizes circumstances that are very difficult to quantify.

More than anything else, these companies lack the learning curve for new market and sales models. Even as a company, it is essential to make mistakes yourself and learn from them. This is not great, but it is the basis of any further development.

100% too late

In my opinion, the biggest risk is that you can no longer react to market changes in a reasonable time and be pushed aside. One is simply too late and, to make matters worse, does not have the expertise to play a relevant role in a changed future market. In the end, even large financial resources no longer help.

With all due respect to a trustful handling of business risks, make sure that you are not too late in developing your business. Because surely too late is still too late.

Alain Veuve

http://www.alainveuve.ch/