Wieso Weshalb Warum

Es ist schon eine Weile her, dass wir uns hier gelesen haben. Ein Weile her, dass ich meine Gedanken zu virtuellem Papier gebracht habe. Eine Weile her, dass es mir gut ging und ich wusste, warum ich das mache was ich mache. Ich habe Euch vermisst!

Nun, manchmal ist Leben ein Arschloch. Und manchmal gibt es Dinge die passieren und der Sinn erschließt sich uns einfach nicht. Egal wie sehr wir es drehen und wenden, wie sehr wir uns selber drehen und wenden, es gibt einfach keine sinnvolle Erklärung. 

Private Schicksalsschläge treffen einen immer unvorbereitet und mit voller Wucht. So als ginge man im einen Augenblick sicher über einen samtenen Teppich und im nächsten Moment findet man sich K.O. auf dem Boden der Tatsachen wieder, – ohne Teppich der einen aufgefangen hätte. 

That’s life baby!

Auch ich habe mich in der Jahresmitte auf meinem beschriebenen Teppich wiedergefunden. K.O. gegangen ohne zu wissen was wirklich los war. Hatte ich mich bis dato immer zu den Optimisten unter den Menschen gezählt, den Positiv-Denkern und den Mit-dem-Fähnchen-Voraus-Rennern, ganz getreu dem Motto „alles wird gut, wir schaffen das“, so erkannte ich mich selber nicht mehr wieder. Vor mir hatte sich solch ein unüberwindbar scheinender Berg aufgetan, dass ich dachte ich schaffe nie wieder irgendwas. Ich habe mir irgendwie selbst gefehlt, so wie ein Bild ohne Rahmen oder das Meer ohne Strand.  

Gemeinsam ist man weniger allein!

Wer mich kennt weiß, dass ich ein großer Fan von Kollaboration und Netzwerken bin. Nur wenn wir in einer modernen, digitalisierten Welt teilen, teilhaben lassen und uns öffnen werden wir unterm Strich alle profitieren können. Wer bereit ist ohne Erwartungshaltung etwas zu geben wird auch etwas zurück bekommen. 

Diesen Sommer habe ich etwas zurück bekommen. Ein „nimm dir die Zeit die du brauchst“, und ein „wir sind für dich da“.

Das Zurückbekommen ist ein tolles Gefühl. Es hat mir geholfen und es hat mit dazu beigetragen, dass ich mich ein Stück weit besser und wieder glücklicher fühlen kann. 

Es hat mir vor allem gezeigt, dass Menschen denen ich gegenüber loyal war und bin, denen ich bereit war zu helfen, mir das auch im Gegenzug zurück geben. 

Ohne es zu wissen haben diese Menschen mir auch dabei geholfen mein Warum wiederzufinden, was eines der schönsten Geschenke in diesem Jahr für mich ist. Ich empfinde Dankbarkeit dafür wie man mir begegnet ist und schätze mich glücklich solch ein tolles berufliches Umfeld zu haben. 

Zuhören um zu verstehen, nicht um zu antworten

Was kann das jetzt für eine Organisation bedeuten? Eine Organisation sind viele verschiedene Menschen. Menschen, aus Fleisch und Blut mit Sorgen, Nöten und Ängsten. Und mit Organisationen zusammen arbeiten ebenfalls Menschen. Wir sollten uns das mehr ins Bewusstsein rufen. Der Mensch steht im Mittelpunkt all unserer Tätigkeiten, Überlegungen und Denkansätze – nichts anderes. 

Wir sollten uns klar machen, dass wenn wir verstehen, was das Gegenüber bewegt unsere Taten niemals falsch sein können. 

Aber damit wir verstehen, müssen wir etwas meiner Meinung nach entscheidendes tun. Wir müssen zuhören um zu verstehen. Und nicht zuhören um um jeden Preis eine Antwort zu geben. Gebt euch und eurem Gegenüber die Chance verstanden zu werden. Erkennt das Bedürfnis hinter der Aussage und wenn ihr unsicher seid dann fragt nach. 

Eine Kultur der Empathie und Menschlichkeit ist der Gewinner 

Manchmal werde ich gefragt, warum ich nicht woanders arbeite, da könnte ich ja mehr Geld verdienen. Oder eine Leitungsposition haben. Oder Personalverantwortung. 

The grass isn’t greener on the other side!

Ich empfinde eine Bindung an die Organisation von der ich ein Teil bin, denn ich bekomme was zurück. Ich werde als Mensch gesehen und darf meine Fehler offen zeigen. Ich darf Schwäche zeigen. Um mich herum sind Menschen die mich schätzen. 

Ich bin dort, weil ich wachsen kann. Beruflich und persönlich. Weil ich mich entwickeln und ausprobieren kann. Weil ich eine Freiheit in der Ausgestaltung meiner Aufgaben genieße, die für mich persönlich tausendmal wichtiger ist, als Geld, Position und Personalverantwortung zusammen.

Nun, liebe Unternehmen fangt damit an, eure Arbeitskräfte, Angestellten, Mitarbeiter als das zu sehen und zu schätzen, was sie sind. Betrachtet sie als Menschen, als Individuen mit vielen unterschiedlichen Charakteren und Fähigkeiten und nicht als Objekte oder Ressourcen. 

Oder wollt ihr das etwa sein? 

Hört mal zu was euch die Menschen sagen und nehmt das Feedback an, lasst es auf euch wirken. Ihr habt die Menschen doch nicht zu euch geholt, damit sie ihre Ideen und Anregungen für sich behalten. Oder etwa doch? 

Take care and have a happy day

Ramona 🙂

2 Antworten auf „Wieso Weshalb Warum

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s