If you want to be 100% sure, you will be 100% late

Gute Ideen gibt es so viele. Warum werden so wenige davon umgesetzt?

Ein Grund ist, dass wir unsere Idee perfektionieren wollen, bevor wir sie umsetzen. Ganz besonders in Deutschland, wo wir so stolz auf „made in Germany“ und deutsche Ingenieurskunst sind.

Ich erlebe es oft, dass ich hervorragende Lösungen für ein Problem kennenlerne, welche ein kleines Team aus Fachleuten gebaut hat und nun versucht damit den Markt zu erobern. Es ist viel Zeit darein geflossen und es wurde an jede Feinheit gedacht. Es ist 100% perfekt. Alle sind begeistert von der Lösung, bis zum ersten Kontakt mit Menschen, die das Problem haben, was die Lösung lösen soll.

Dann kommt nämlich die Frage, kann es das auch? Und hierfür brauchen wir auch noch etwas. Manchmal gibt es noch Spezialfall a,b,c. Und übrigens….

Dabei ist es völlig egal über was für ein Problem wir hier reden. Die Menschen die an der Lösung arbeiten können, Anwälte, Entwickler, Ingenieure, Vertriebler, Ärzte oder egal was sein.

Wie kann ich dies verhindern?

Die Antwort ist gar nicht, aber genau hier liegt das Geheimnis. Es soll gar nicht die Einstellung und der Anspruch sein etwas zu 100% für jeden mit diesem Problem zu lösen, denn das kann ich gar nicht. Dafür ist jeder Blickwinkel doch ein wenig zu anders.

Was ich stattdessen tun kann, ist mein Mindset ändern und mich öffnen.

Ich kann meine Idee schon früh teilen und offen fragen, ob andere dieses Problem auch haben. Ich kann mit ihnen über meinen Lösungsansatz diskutieren. Was aber das Wichtigste ist, ich kann überlegen, was ist der kleinste Teil meiner Lösung den ich bauen kann und den jemand mit dem Problem nutzen und testen kann?

So bin ich mit meiner Lösung schneller am Markt und bekomme direktes Feedback wie gut meine Idee wirklich ist mit den konkreten Möglichkeiten und Hinweisen, was ich besser machen kann.

Ist Agilität die Lösung?

Sicher nicht für jedes Problem, auch wenn das Buzzwort Agilität gerade in aller Munde ist. Aber wenn meine Problemstellung ein gewisses Maß an Komplexität in Bezug auf die Anforderungen und die Technologie der Lösung hat, dann ist ein agiles Vorgehen sicher der richtige Weg. Schließlich ist ein agiles Vorgehen sehr strukturiert und erhöht die Erfolgsaussichten in solchen Rahmenbedingungen maßgeblich.

Drei erste Schritte

Wenn ich noch nicht agil organisiert bin, kann ich aber trotzdem mit diesen drei Vorgehensweisen aus der Agilität schnelle Erkenntnisse gewinnen und Erfolge erzielen:

  • Hole Dir deine Stakeholder ins Boot

Wer hat auch ein Interesse an der Lösung deines Problems? Sicher dazu gehören Kunden, Anwender und das Management. Und jeder dieser Stakeholder hat andere Anforderungen. Wenn diese frühzeitig berücksichtigt werden ist der Erfolg am Ende etwas sicherer. Es klingt trivial, aber wie oft wird wenigstens einer der drei Stakeholder nicht von Beginn in die Entwicklung von Lösungen involviert?

  • Lasse Dir von den Stakeholdern User-Stories schreiben

Ein Satz mit folgendem Inhalt schafft viel Klarheit: In meiner Rolle als, möchte ich Folgendes tun, damit / weil / um…. So kann ich den Nutzen für jede involvierte Rolle direkt sicherstellen und verstehe, warum jemand etwas tun möchte.

  • Zerlege den Elefanten

Zerlege  das Problem in so kleine Teile, dass Du kurzzyklisch (2-4 Wochen) eine Teillösung ausliefern kannst, die deine Stakeholder ausprobieren können. So bekommest Du schnell Feedback und weißt, ob Du auf dem richtigen Weg bist.

Ist das schon alles um agil zu sein?

Es ist ein Anfang um die häufigsten Gründe für das Scheitern von Aufgaben zu verhindern und sicher zu sein, dass ich in time ein Lösung für ein Problem liefern kann. Es geht um Kommunikation und das Interagieren mit den Menschen um mich herum. Das was so einfach klingt ist für die meisten Menschen eine große Umstellung.

Was daraus resultiert sind bessere Lösungen, zufriedenere Menschen die sich alle wertgeschätzt fühlen und damit langfristige, gefestigte Beziehungen die auf Vertrauen basieren. Folgeprojekte sind dann der logische Schluss.

Fangt an

Holt euch die Stakeholder ins Boot, fragt sie nach ihren User-Stories und liefert ihnen kurzzyklisch eure Lösung.

Wer mit diesen drei kleinen Schritten anfängt, wird geprägt durch die Erfolgserlebnisse, danach sicher mindestens darüber nachdenken komplett agil zu arbeiten, wenn die Komplexität in der Aufgabenstellung dies zur Option macht.

Wer mehr darüber wissen will, schreibt uns einfach an.

Take care and have a happy day

Chris

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Chris Decker

Triathlon Coach der 2-fachen Ironman Siegerin Astrid Stienen. Lässt mit Leidenschaft Triathlon-Träume wahr werden.

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